Natal → Sao Luis

21 Tage | 10 - 30 Sept. | 1.380 km

1.999,00 

Beschreibung

Tag 1: 10 Sept.

Natal → Perobas | 60 km

In Natal gehen wir nördlich der Newton-Navarro-Brücke ins Wasser, genauer gesagt am Strand Praia da Redinha. Hier ist das Ufer nicht nur weitläufiger, sondern auch nicht annähernd so voll wie der Praia de Ponta Negra. Unser heutiges Tagesziel, der Kitespot Perobas befindet sich 60 Kilometer nördlich von uns. Auf den nächsten 30 Kilometern werden stetig Dörfer am Strand unsere Begleiter sein. Erst mit Beginn der Steilküste nach dem Ort Maxaranguape wird es landschaftlich interessanter. Dabei passieren wir das Kap St. Rochus, welches auf portugiesisch Cabo de São Roque heißt. Dieses Kap bildet die Nordostspitze Südamerikas und ist der nächstgelegene Punkt zur Küste Afrikas.

Vor der nächsten Niederlassung Caraúbas endet die Steilküste. In der darauffolgenden Ortschaft Maracajaú welcher auch als brasilianische Karibik bekannt ist, wurde Schnorcheln zum Massensport. Die dortigen Riffe werden von Touristen aus dem In- und Ausland geradezu überlaufen. Uns Kiter betreffen diese Riffe aber nicht, da diese etwas weiter draußen im Meer gelegen sind. Von hier sind es noch 25 km bis zu unserem Ziel. Die Dörfer an der Küste werden zunehmend weniger und kleiner, während unbebaute Küstengebiete immer mehr werden. Schließlich erreichen wir unsere direkt am Strand gelegene Unterkunft, das Siri Paraíso Hotel und landen unsere Schirme am Kitestrand.

Tag 2: 11 Sept.

Perobas → São Miguel do Gostoso | 55 km

Am nächsten Tag geht es direkt am Kitestrand vor unserem Hotel Siri Paraíso in Perobas weiter nach São Miguel do Gostoso. Die Entfernung beträgt mit 55 Kilometern in etwas gleich viel wie am Vortag. Keine 4 Kilometer weiter endet sozusagen unser derzeitiger Hausstrand der Praia de Perobas gefolgt vom Strand Praia de Carnaubinha. Die nächste größere Gemeinde Touros verfügt über eine hübsche Bucht. Hier in Touros beginnt bzw. endet die längste Bundesstraße Brasiliens. Sie ist über 4.700 km lang und führt in der Nähe der Küste durch 12 Bundesstaaten. Fünf Kilometer später passieren wir den 62 Meter hohen, schwarz-weiß bemalten Leuchtturm Farol do Calcanhar, welcher schon aus großer Ferne gut sichtbar war. Kein Wunder, immerhin handelt es sich um den größten Leuchtturm in Brasilien. Vom Leuchtturm sind es keine 20 Kilometer mehr bis zum Kauli Seadi Beach Hotel in São Miguel do Gostoso.

Tag 3: 12 Sept.

São Miguel do Gostoso → Galinhos | 80 km

Unser heutiges Ziel Galinhos ist gut 80 Kilometer auf dem Wasser entfernt. Wir starten vor dem Kite Center Kauli Seadi welches sich ungefähr 2,5 km östlich vom Zentrum von São Miguel do Gostoso direkt am Strand befindet. Schon bald lassen wir den Strand von São Miguel do Gostoso zurück und kiten parallel zum breiten Sandstrand in Richtung WNW. Gut 10 Kilometer später erreichen wir eine wunderschöne Bucht samt dazugehörigen Strand Praia de Tourinhos. Nach etwas mehr als die Hälfte der Tagesroute haben wir den nördlichsten Punkt für heute erreicht. Ab dem Windpark in der Nähe von São Bento do Norte verläuft unsere Route in Richtung WSW. Es folgen etlichen Kilometern ohne Zeichen der Zivilisation. Am späten Nachmittag erreichen wir Galos. Von hier ist es nur ein kleines Stück bis nach Galinhos. Dort übernachten wir in der gepflegten Pousada Amagali-Galinhos oder der wunderschön gelegenen Pousada Brésil Aventure. Beide sind wirklich großartig.

Tag 4: 13 Sept.

Galinhos → Ponta do Mel | 85 km

Am nächsten Tag geht unsere gemeinsame Reise mit dem Wind weiter. Ponta do Mel steht für heute auf dem Programm und es gilt 85 Kilometer zurückzulegen. So verlassen wir den einzigartigen Ort Galinhos, welcher auf einer gerade Mal 400 – 600 Meter breiten Landzunge gelegen ist. Vorbei am auffällig weiß-rot lackierten Leuchtturm und an das andere Ufer des riesigen Ästuars. Hier findet man etliche Sandbänke und dazwischen spiegelglatte Flachwasserstellen vor. Gut 20 km weiter wiederholt sich das Spiel. Nördlich von Barreiras gibt es kilometerlange Sandbänke und unzählige Flachwasserspots. Durch die geringe Wassertiefe und dem hellen Sand ist das Wasser ungewöhnlich türkis. 30 km vor unserem Ziel verläuft der Kurs dann plötzlich wieder nach NW. Der rote Sand im Hinterland ist ein Hinweis, dass Ponta do Mel nicht mehr weit entfernt ist.

Tag 5: 14 Sept.

Ponta do Mel → Tibau | 50 km

Nachdem wir ausgiebig in der Beiral Pousada e Restaurante gefrühstückt haben, setzen wir die Reise fort. Nach zwei längere Strecken hinter uns kommt eine kürzere Tour mit „nur“ 50 Kilometern gerade recht. Heute geht es nach Tibau, einem Ort an der Grenze zwischen den Bundesstaaten Rio Grande do Norte und Ceará. Während es zunächst für die ersten 10 km noch nach WNW geht, verläuft die Strecke dann für weitere gut 20 km nach Westen. Wir passieren den Ort Areia Branca dessen Name Weißer Sand auf die Salzgewinnung in dieser Gegend beruht. Nach der Überquerung des Rio Apodi haben wir noch weitere 15 km in Richtung Nord-West vor uns. Eine gute Mahlzeit und gekühlte Getränke warten bereits auf uns in der Pousada Beijo Mar in Tibau.

Tag 6: 15 Sept.

Tibau → Canoa Quebrada | 70 km

Nach einem wohlverdienten Schlaf in der Pousada Beijo Mar führt uns der heutige 70 Kilometer lange Abschnitt in den bekannten Ferienort Canoa Quebrada. Bereits 3 Kilometer nach dem Start passieren wir die Grenze zwischen Rio Grande do Norte und Ceará. Gut 15 km verläuft der Strand in Richtung NNW bis die Küste langsam, aber sicher einen leichten Bogen nach links beschreibt. Es dauert ganze 10 Kilometer, bis der Küstenstreifen endgültig nach WNW verläuft. Man sieht es zwar nicht, man merkt es jedoch etwas an der Windrichtung. Diese Richtung werden wir bis zu unserem Ziel beibehalten.

Am Strand Praia da Barrinha liegen unzählige kleine Fischerboote, die sogenannte Jangadas zu Anker. Auf den ersten Blick würde man es ihnen gar nicht zutrauen, diese Boote sind sogar hochseetauglich. Noch ist der Strand sandig und flach, dies wird sich bald ändern. Schon bald wird uns eine rote Steilküste auf einer Länge von 5 km bis Redonda begleiten, wo wir noch mehr Jangadas begegnen werden. Die darauffolgenden roten Sanddünen sind ein wahrer Hingucker. Nach einer kurzen Unterbrechung begleitet uns die rote Steilküste, wenn auch nicht mehr so hoch und ganz so rot fast bis ans Ziel am Strand. Kurz vor dem berühmten Markenzeichen Canoa Quebradas, dem Logo im Fels am Strand, gehen wir an Land.

Tag 7: 16 Sept.

Canoa Quebrada | 1 Tag Pause

Nach 9 Tagen Kitesurfen und 570 Kilometer auf dem Wasser kommt ein Tag Pause in dem chilligen Touristenort Canoa Quebrada gerade recht. Ein Besuch am Broadway oder in der bekannten Freedom Bar am Strand darf da keinesfalls fehlen.

Tag 8: 17 Sept.

Canoa Quebrada → Uruaú | 60 km

Im Anschluss an die Streckenbesprechung in der Pousada Tranquilândia Village bauen wir unsere Kites am Strand von Canoa Quebrada auf. Eine 60 Kilometer lange Strecke mit zahlreichen Flachwasserstellen liegt vor uns. Wir verlassen den beliebten Touristenort und kiten in Richtung Nordwesten. Etwa 15 Kilometer von unserem Start entfernt, erreichen wir die über 500 Meter breite Flussmündung des 600 km langen Flusses Rio Jaguaribe. Bei entsprechender Tide hat man hier einen sehr großen Flachwasserspot. Für die nächsten drei Kilometer geht es zunächst nach Norden, bis wir das felserne Kap umrunden. Anschließend verläuft die Küste wieder wie gewohnt in nordwestliche Richtung, wo wir schon bald auf die Flussmündung des Rio Pirangi treffen.

Hier beginnt auch der Kitespot Parajuru. Dank der langen Sandbänke und der Lagune findet man hier ein sehr sicheres und nicht überlaufenes Anfängerrevier. Ungefähr hier haben wir die Hälfte der heutigen Strecke hinter uns. Nach einer Pause geht es mit frischen Kräften weiter. Während der Strand zunächst recht flach und breit verläuft, wird er zusehends schmäler und die Küste immer höher. Erst sechs Kilometer vor Uruaú wird der Strand wieder breiter und die Küste flach. Am Ende der kleinen Ortschaft, kurz vor der Lagune Lagoa de Uruaú landen wir unsere Kites am Strand unserer Unterkunft, dem Hotel Boutique Zebra Beach.

Tag 9: 18 Sept.

Uruaú → Fortaleza/Cumbuco | 80 km

80 Kilometer werden wir heute von Uruaú bis zum Strand Praia do Futuro in Fortaleza, der Hauptstadt von Ceará auf dem Wasser unterwegs sein. Nur für eine kurze Strecke ist der Strand flach, denn schon bald wird die Küste immer höher, bis uns schließlich wie am Vortag eine weiß-orange Wand begleitet. Da das Wasser bei Flut bis zu den Felsen reicht, kann man hier nur bei Ebbe mit dem Auto am Strand entlang fahren. 5 km später kiten wir an der Höhle Gruta da Mãe d’agua (Mutter der Wasserhöhle) vorbei, welche ein beliebtes Ausflugsziel in dieser Gegend ist. Erst am Strand Praia de Morro Branco, 12 Kilometer nachdem wir gestartet sind, endet diese beeindruckende Steilküste schlagartig. 8 Kilometer später entlang einem breiten Sandstrand erreichen wir die Flussmündung des Rio Choró auf dessen anderer Seite der Kitespot Barra Nova liegt. Dieser Spot bietet ausgezeichnete Flachwasserbedingungen und ist nicht überlaufen.

Nach einem mehrere Kilometer langen unberührten Strandabschnitt gilt es den landschaftlich sehr schön gelegenen Rio Mal Cozinhado zu durchqueren. Am anderen Flussufer liegt der Ort Caponga. An dessen Ende folgt ein längerer Strandabschnitt mit nur wenigen Gebäuden in Meeresnähe bis Barro Preto, wo sich das Bild jedoch ändert. Der Strand ist zunehmend verbaut und die Hotelanlagen werden immer größer. Die Großstadt macht sich bereits bemerkbar. Spätestens nach der Überquerung des Flusses Rio Cocó weiß jeder, dass wir jetzt in der Metropole Fortaleza sind. In Kürze treffen wir beim Restaurant Guarderia Brasil ein. Dort warten bereits unsere Begleitfahrzeuge, welche uns nach Cumbuco bringen, wo wir die Nacht in der Pousada Tropical Wind verbringen werden.

Tag 10: 19 Sept.

Cumbuco → Lagoinha | 75 km

Nach dem Frühstück in der Pousada Tropical Wind und der darauffolgenden Streckenbesprechung geht es nördlich der Unterkunft am Strand los. Von Cumbuco, einem der ältesten und bekanntesten Kitespots Brasiliens, führt unsere Route heute in das 75 Kilometer entfernt gelegene Lagoinha. Vorbei geht es an der berühmten Cauipe Lagune und ein paar Kilometer später ist erst einmal Schirme landen angesagt. Unter den Piers durch ist man schneller als außen herum. Am Strand vom Pecem geht es weiter. Keine 10 km später sind wir bereits in Taiba. Am Ende dieses Kitespots passieren wir noch die Lagoa Taiba bevor wir in Paracuru auf einen der besten Wellenspots in dieser Gegend namens Quebra Mar stoßen. Von hier sind es noch ca. 25 Kilometer bis zu unserem Ziel, dem Strand von Lagoinha. Die Nacht werden wir im Hotel Platô verbringen, von dessen Terrasse man einen ausgezeichneten Überblick über die darunterliegende Bucht hat.

Tag 11: 20 Sept.

Lagoinha → Icaraí de Amontada | 80 km

Nach dem Frühstück geht es am Strand in der Nähe der Donkey Kite Lagoon mit dem Ziel Icarai de Amontada weiter. 80 Kilometer badewannenwarmes Salzwasser trennen uns beim Start. Der nächstgelegene Kitespot ist Guajiru, keine 20 km entfernt. Kurz danach kommt Flecheiras und darauf folgt das verschlafene Örtchen Emboaca bevor wir die malerische Bucht von Mundaú erreichen. Am Strand von Baleia bietet es sich an, eine Pause zu machen. Der Strand in dieser Gegend ist weitläufig und das Meer eher zahm, sodass wir rasch weiterkommen. In Kürze werden wir in schönen Bucht von Icaraí de Amontada erreichen. An dessen westlichen Ende befindet sich die Pousada Villa Mango, unsere Unterkunft für die heutige Nacht.

Tag 12: 21 Sept.

Icaraí de Amontada → Jericoacoara | 120 km

Nach dem Frühstück in der Villa Mango wartet eine echte Herausforderung auf uns. Immerhin beträgt die Strecke 120 Kilometer. Heute geht es zum bekanntesten Partyort in Ceará, nämlich nach Jericoacoara. Selbstverständlich kann jeder Teilnehmer, wann immer er möchte, an Land und mit den Begleitfahrzeugen weiterfahren. 120 km Kitesurfen an einem Tag ist absolut nicht jedermanns Sache. Im Nu sind wir aus der Bucht heraußen und passieren den Nachbarort Moitas. Bevor wir nach Patos kommen, einen ausgezeichneten Flachwasserspot in dieser Region, überqueren wir noch schnell den Rio Aracatiacu. Am Ende des weitläufigen Strandes Praia dos Patos befindet sich der Rio Aracati-Mirim und dahinter liegt Almofala. Haben wir Glück mit den Gezeiten und es ist gerade Flut, können wir am Ende der Praia de Almofala bis zur Ilha do Guajiru im Fluss kiten.

Nun folgt ein langer Abschnitt, auf welchem sich abwechselnd Mangrovenwälder an der Küste und Flussmündungen mehrmals wiederholen. Der nächste größere Kitespot ist der Ort Preá welcher gut 15 km vor unserem Ziel liegt. Wir kiten vorbei am Wahrzeichen von Jeri, der Pedra Furada einem steinernen Torbogen am Strand. Jetzt noch um die Bucht herum und schon bald gehen wir erschöpft, aber glücklich, während die Sonne untergeht südlich der Düne Duna do Pôr do Sol an Land. Für heute stehen nur mehr 3 Dinge am Programm: Duschen, Essen und vor allem schlafen. Die einladenden Betten in unserer Unterkunft Pousada Surfing Jeri warten bereits auf uns.

Tag 13: 22 Sept.

Jericoacoara | 1 Tag Pause

Nach der extrem langen Strecke am Vortag, kann heute jeder etwas Pause gebrauchen. Wer jedoch nicht auf das Kitesurfen verzichten möchte, kann dies selbstverständlich trotzdem gerne tun. Abgesehen davon bietet Jeri zahlreiche weitere Möglichkeiten, den Tag zu verbringen. Langeweile kommt in Jericoacoara jedenfalls garantiert nicht auf.

Tag 14: 23 Sept.

Jericoacoara → Camocim | 55 km

Treffpunkt für die Routenbesprechung ist die Pousada Surfing Jeri. Viel gibt es für die 55 Kilometer lange Strecke in Richtung Camocim nicht zu besprechen, da die heutige Strecke ziemlich einfach und so gut wie frei von Riffen ist. Der Start erfolgt etwas südwestlich, also außerhalb des Windabdeckungsbereichs der großen Düne Duna do Por do Sol. Die ersten 10 Kilometer geht es gemütlich und entspannt am weitläufigen Strand von Jeri entlang, welcher bereits für einen Kinofilm als Kulisse diente. In Guriú müssen unsere Begleitfahrzeuge mit den kleinen Fähren übersetzen. Nach weiteren 10 Kilometern ohne jegliche Häuser am Strand erreichen wir den Kitespot Tatajuba. Hier bietet es sich an, eine Pause einzulegen.

An die 20 km liegen bis zum Fluss Rio Coreaú bei Camocim noch vor uns. Auch diese Strecke ist komplett unbebaut und der Strand gänzlich unberührt und natürlich. Die Flussmündung ist an der schmalsten Stelle etwa 500 Meter breit. Hier müssen wir allerdings ca. 4 km in nördliche Richtung und einmal weitläufig um den baufällig wirkenden Leuchtturm Farol do Trapiá herum. Unser Ziel die Unterkunft Villa del Mar Praia Hotel ist von hier keine 3 Kilometer mehr entfernt.

Tag 15: 24 Sept.

Camocim → Barra Grande | 70 km

Die 70 Kilometer lange Strecke heute, welche direkt nach Westen führt, beginnt in Camocim und endet in Barra Grande im Bundesstaat Piaui. Die Kites steigen am breiten Strand unserer Unterkunft, dem Villa del Mar Praia Hotel gen Himmel. Der nächste Ort Maceió befindet sich 10 Kilometer in Richtung WSW. Er liegt in einer kleinen malerischen Bucht, dessen Ufer zahlreiche Palmen schmücken. Kurz danach folgt die Flussmündung des Riacho Cangalha gefolgt vom touristisch noch unerschlossenen Ort Amarela und die große Flussmündung des Rio dos Remédios. An der breitesten Stelle misst diese an die 2 Kilometer.

Der nächste bewohnte Strandabschnitt ist der Praia das Curimãs, welcher an die 8 km entfernt ist. Dieser Strand geriet 2014 unfreiwillig in die lokalen Nachrichten, als ein 40 Tonnen schwerer und 16 Meter lange Pottwal hier strandete und verendete. Weitere 10 km westlich von hier liegt das Fischerdörfchen Bitupitá und 5 km südwestlich eine fast 3 km breiter Ästuar. Beim Überqueren des zweiten Flussarmes passieren wir die Grenze zwischen Ceará und Piauí. Auf der anderen Seite des Flusses befindet sich der Ort Cajueiro da Praia und die Entfernung zum Ziel beträgt nur mehr 10 Kilometer. Auf dessen halber Strecke kommen wir am schönen Strand Praia de Barrinha vorbei. Unsere heute Reise endet am Strand von Barra Grande vor der luxuriösen Pousada BGK. Das Kürzel BGK steht, wer hätte das gedacht für Barra Grande Kite.

Tag 16: 25 Sept.

Barra Grande → Delta das Américas | 55 km

In Barra Grande nehmen wir Abschied von der Pousada BGK und treten unseren Trip in das 55 Kilometer entfernte Delta das Américas an. Zum benachbarten Flachwasserspot Macapá ist es downwind nur ein Katzensprung. Am Ende der Praia de Maramar gilt es ein paar Kilometer lang auf das strandnahe Riff aufzupassen. Wir bleiben hier besser ein paar Hundert Meter im Meer vom Strand entfernt. Noch vor der hübschen Bucht des Strandes Praia do Arrombado entspannt sich die Situation und das Riff endet hier. Schon bald erreichen wir ein paar Vororte und etwas später Luís Correia selbst. Am Ende des Strandes befindet sich der Hafen von Luís Correia. Hier reicht ein Pier aus Steinen und Beton fast 2,5 km in das Meer. Wir kiten einfach im Meer drum herum, den die scharfkantigen Steine wirken alles andere als einladen. Den nächsten Abschnitt kiten wir für 10 km am Strand Praia da Pedra do Sal entlang. An dessen nördlichem Ende thront der gleichnamige Leuchtturm. Von hier sind es weitere 10 km bis zu unserer letzten Etappe für heute. Wenn es die Gezeiten zulassen und die Marine nicht gerade zuschaut, wartet noch ein paar Kilometer Kitesurfen im Fluss Rio Parnaíba auf uns. Andernfalls legen wir die letzten paar Kilometer bis zur Pousada Casa de Caboclo mit dem Boot zurück.

Tag 17: 26 Sept.

Delta das Américas → Tutóia | 80 km

Bei dem heutigen Tag kann man wirklich von einer Kite-Expedition sprechen. Ein Boot bringt uns von der Unterkunft Pousada Casa de Caboclo flussabwärts bis zur sogenannten Insel Baía das Canárias. Von dort starten wir unsere etwa 80 Kilometer lange Downwind Kitesafari bis nach Tutóia. Das besondere an dieser Strecke ist, dass es abgesehen bis auf ein paar einfachste Fischerhütten keinerlei Gebäude am Strand gibt. Auch mit einem Geländewagen kommt man hier am Strand nicht weiter. Darum folgt uns auch heute ein Boot und nicht wie sonst üblich Geländewagen am Strand. Das ganze Areal ab dem Mangrovendschungel bis hin zum Strand ist ein Naturschutzgebiet. Die nächsten etlichen Kilometer werden ein beeindruckendes Naturschauspiel. Hier zeigt sich Brasilien von seiner schönsten Seite und das ganze ohne die sonst üblichen Windräder.

An einer geeigneten Stelle gehen wir vom Meer über die Sandbank zum Fluss und kiten dort weiter. Anschließend gelangen wir wieder in das Meer und überqueren einen 3 km breiten Ästuar. Kurz danach sorgt eine 5 km lange Sandbank für spiegelglattes Wasser auf der Leeseite. Ein unberührter Strand begleitet uns für die nächsten 15 Kilometer. Keine Menschenseele weit und breit. Kein Wunder, denn die nächste Stadt ist fast 20 km Luftlinie entfernt. Erneut gilt es eine riesige Flussmündung zu überqueren. Wir folgen der Landzunge bis zum nördlichsten Punkt, umrunden selbige und kiten von hier an die letzten 12 km geradewegs nach Süden. Wenige Hundert Meter vor dem Strand von Tutóia passieren wir noch ein großes Schiffswrack. Wir landen unsere Kites am Strand vor unserer Unterkunft, der Pousada Jagatá. Den heutigen Tag wird wohl keiner der Teilnehmer je vergessen.

Tag 18: 27 Sept.

Tutóia → Atins | 75 km

Nach einer Nacht in der Pousada Jagatá in Tutóia machen wir uns auf die 75 Kilometer lange Strecke nach Atins zu bezwingen. Wir lassen das Schiffswrack hinter uns und kiten zunächst nach Westen. Keine 15 km später erreichen wir ein ausgezeichnetes Flachwasserrevier im Meer nahe der romantischen Sehenswürdigkeit Praia Peroba. Dabei handelt es sich um ein paar Süßwasserlagunen in den Dünen. Weiter geht es am Strand in Richtung Westen bis wir erneut auf eine große Flussmündung treffen. Auf der anderen Seite liegt der Strand Praia dos Tatus. Von hier an geht die Reise fast 30 km nach Nord-Westen. An der engsten Stelle ist die Halbinsel keine 250 Meter breit. Östlich vom Atlantik und westlich vom weitläufigen Fluss Rio Preguiças begrenzt. Nach etlichen Kilometern ohne Zeichen der Zivilisation – einmal abgesehen von den Windrädern – stehen hier am Strand Praia De Caburé gleich mehrere Pousadas. Von hier sind es bis nach Atins keine 10 Kilometer mehr. Nur mehr die Landzunge umrunden und im Fluss nach Süden kiten. Unsere Unterkunft Paraiso dos Ventos liegt keine 200 Meter vom Strand entfernt.

Tag 19: 28 Sept.

Atins → Lençóis Maranhenses | 30 km

Heute steht ein Besuch im Nationalpark Lençóis Maranhenses auf dem Programm. Nach dem Café da manhã treffen wir uns am Strand von Atins. Von dort kiten wir zunächst 3 km bis zum offenen Meer hinaus und setzten dort unsere Tour gemütlich downwind fort. Nach einigen Kilometern am Meer, ohne auch nur eine Menschenseele gesehen zu haben, wartet der Pick-Up am Strand auf uns. Er bringt uns ein Stück landeinwärts zu einer der zahlreichen Lagunen. Dort kiten wir im kristallklaren Süßwasser für ein paar Stunden. Nach diesem einzigartigen Erlebnis geht es mit den Fahrzeugen zurück nach Atins wo wir die Nacht in der Pousada Paraíso dos Ventos verbringen werden.

Tag 20: 29 Sept.

Atins → Ilha de Santana | 110 km

Heute steht uns eine Mammutaufgabe bevor. Die Route führt uns von Atins bis zur Ilha de Santana. Sage und schreibe 110 Kilometer gilt es beim vorletzten Streckenabschnitt zu bewältigen. Wir durchkreuzen den Rio Preguiças und kiten die Küste mit dem Wind in unserem Rücken entlang. Der Strand nördlich des Nationalparks Lençóis Maranhenses scheint kein Ende nehmen zu wollen. Nach 30 km erreichen wir die Flussmündung des kleinen Rio Negros. Dessen Name rührt von der fast schwarzen Farbe seines Gewässers her. Auch wenn die dunkle Farbe nicht schön anzusehen ist, es ist rein natürlich und entsteht durch Zersetzung von Pflanzen. Zum Ausklang des 50 Kilometer langen, schier nicht enden wollenden Strandabschnittes warten eine circa einen Kilometer breite Flussmündung auf uns.

An dieser Stelle verabschieden wir uns von unserem Begleitfahrzeug, welches eine abenteuerliche Reise aus Santo Amaro do Maranhão hinter sich hat. Ab sofort kann ein Landfahrzeug nicht mehr mithalten. An seiner Stelle schlüpft ein großer Katamaran in die Rolle des Begleiters. Auf der anderen Seite des Flusses ist der Strand anfänglich recht schmal und dahinter befindet sich undurchdringbare Vegetation. Wir kiten am Strand der Halbinsel keine 15 Kilometer entlang, bis sich ein Ästuar gigantischen Ausmaßes vor uns auftut. Bis zur anderen Seite sind es 16 Kilometer. Danke der zwei Inseln in der Mitte fühlen wir uns nicht ganz so verloren. Sicher auf der anderen Seite angekommen nehmen wir Kurs nach Nord. Bis zur Ilha de Santana sind es lediglich nur mehr 10 Kilometer. Da es hier weder Pousadas geschweige denn Hotels zum übernachten gibt, schlafen wir in den Hütten der Fischer. Ein unvergesslicher Tag geht denkwürdig zu Ende.

Tag 21: 30 Sept.

Ilha de Santana → São Luís | 90 km

Nach einer Nacht in einer Unterkunft der etwas anderen Art treten wir den letzten Abschnitt unserer langen Kitereise durch Brasilien an. Dies führt uns von der Ilha de Santana zum 90 Kilometer entfernten São Luís. Wir starten am nordöstlichen Ende der Insel Ilha de Santana und umkiten selbige. Unser Kurs führt uns bereits kurz nach dem Start vorläufig nach Süd-West, bis es schließlich den Strand entlang direkt nach Süden geht. Die nächste Insel ist von der südlichsten Spitze 4 km entfernt. Von dieser sind es weitere 2 km zur nächsten und die Entfernung zur letzten Insel beträgt 1,5 km. Von hier geht es geradewegs 20 km nach Westen, quer durch die riesige Bucht Baía de São José.

Der Katamaran begleitet uns auf der offenen See, bis wir die Halbinsel Ilha de São Luís am Strand Praia das Gaivotas erreichen. Nach weiteren 8 km erreichen wir den Strand Praia da Raposa und kurz darauf Praia do Pucal. Von hier sind es keine 20 Kilometer bis zu unserem letzten Ziel. Schon bald wird man in der Ferne die ersten Hochhäuser der Großstadt sehen. Die Anzahl weiterer Kitesurfer nimmt jetzt mit jedem Kilometer zu. Wenn die wüssten, von wo wie wir gerade kommen. Die letzten 10 km kiten wir am Strand von São Luís entlang, bis wir im Stadtteil Calhau das letzte mal auf dieser Tour unsere Kites landen. Die Zimmer im Calhau Praia Hotel sind bereits gebucht, aber den Sonnenuntergang lässt sich keiner am Strand entgehen.

  • Fortgeschrittener Kitesurfer mit guter Grundfitness
  • Kitesurfen im offenen Meer bei moderater Welle
  • Kite aus dem Wasser starten
  • Bodydrag auch upwind beherrschen
  • Vertraut mit Selbstrettung
  • Sehr gut Switch bzw. Toeside kiten
KörpergewichtKitegröße
60 kg6 – 8 – 10 m2
80 kg8 – 10 – 12 m2
100 kg10 – 12 – 14 m2
Empfohlene Kitegrößen für Brasilien abhängig vom Gewicht des Kiters
  • Unterkünfte werden für dich vom Kitesurf-Veranstalter reserviert
  • Leckeres und exotisches Frühstück
  • Kitesurfen in Begleitung mit professionellen Guides
  • Begleitfahrzeug am Strand oder Motorboot
  • Bei Bedarf Bergung mit Jetski
  • Wasser, Saft, Früchte und Snacks bei Pausen am Strand
  • Langärmliges Lycra des Events
  • Unterkünfte 900,00 €
  • Flug & Flughafentransfer
  • Mittag- und Abendessen

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