Cumbuco

Flachwasser und Welle in unmittelbarer Entfernung

Kitesurfen in Cumbuco

Das einstige Fischerdorf Cumbuco zählt zu den Kitespots der ersten Stunde in Brasilien. Das liegt zum einen an der unmittelbaren Nähe zu Fortaleza, der Hauptstadt des Bundesstaates Ceara. Zum anderen an den zwei benachbarten Lagunen. Der äußerst bekannte Cauipe Lagune und der weniger bekannten Lagune Tabuba.

Selbstverständlich kann man auch direkt am Strand von Cumbuco Kitesurfen. Die Bedingungen im Meer sind jedoch nicht besonders gut. Während es bei Ebbe mit kleinen Windwellen noch einigermaßen geordnet zur Sache geht, herrscht bei Flut ein chaotischer Chop. Wellenkiter suchen ihr Glück im keine 4,5 km downwind gelegenen Wellenrevier. Dort im Pico das Almas sind die Voraussetzungen um einiges besser. Es macht hier wesentlich mehr Spaß, im Meer zu kiten als direkt am Strand von Cumbuco.

Spot- & Windbedingungen

Der Strand von Cumbuco ist ziemlich lang. Gekitet wird überwiegend im Nordwesten. Denn hier verläuft der Strand leeseitig in einer leichten Bogenform. Der Wind bläst in diesem Bereich optimal side-onshore. Dem zufolge erreicht man das Ufer auch nach einem Crash in Windeseile.

Der Wind bläst hier ab Ende Juli bis Anfang Januar verlässlich Tag für Tag. Die Windwahrscheinlichkeit liegt bei weit über 90 Prozent. In den frühen Sommermonaten kann es vorkommen, dass der Wind vormittags ablandig ist. Später, wenn er stärker wird, dreht der Wind mindestens auf side-shore.

Die Windstärke ist allerdings ein bisschen geringer als in den weiter nördlich gelegen Kitespots wie Ilha do Guajiru oder Jericoacoara. Ein Umstand, welchen leichtgewichtige Anfänger begrüßen dürften. Meist erreicht der Wind eine Stärke von 4 bis 6 Beaufort. Die Größe der Kites reicht in der Regel von 7 bis 12 qm.

Pico das Almas

Vom westlichen Ende Cumbucos sind es gerade mal 2,5 km bis zum Wellenspot Pico das Almas. Bei Flut werden die Brandungswellen an die 1,5 Metern hoch. Bei Voll- oder Neumond erreichen die Wellen sogar eine Höhe von über 2 Metern in Strandnähe. Der Wavespot ist auf jeden Fall auch für Welleneinsteiger geeignet.

Cauipe Lagune

7 Kilometer downwind vom Zentrum Cumbucos liegt die bekannte Cauipe Lagune. Sie wird von einer gerade mal 100 Meter breiten Sandbank vom Meer getrennt. Ein Downwinder dorthin ist für aufsteigende Kitesurfer problemlos zu meistern. Die Größe der Süßwasserlagune ist abhängig von der Niederschlagsmenge während der Regenzeit. An einigen Stellen ist die Lagune unabhängig davon sehr seicht. Wir empfehlen dir, diese Stellen vorher ausfindig zu machen und im Auge zu behalten.

Im Prinzip besteht die Lagune aus zwei Flachwasserspots. Der kleinere südliche Spot, welcher zumeist stehtief ist, ist ausschließlich Anfänger vorbehalten. Im größeren nördlich gelegenen Kitespot treffen Fortgeschrittene auf waschechte Profis. Die Lagune ist nicht gerade riesig, aber weit über ihre Grenzen hinaus bekannt. Das hat zur Folge, dass dieser Flachwasserspot zumeist überlaufen ist. Die besten Chancen hat man – sofern Wind bereits vorhanden ist, gleich in der Früh. Oder aber kurz vor Sonnenuntergang. Am Wochenende kommen neben unzähligen Badegästen noch etliche lokale Kitesurfer hinzu.

Am westlichen Ufer des kleinen Sees findet man eine Barraca nach der anderen. Für ausreichend Verpflegung nach typisch brasilianischer Art ist also gesorgt. Am östlichen Ufer, der sogenannten Barra do Cauípe gibt es zahlreiche Schattenplätze. Die meisten Kitesurfer starten und landen ihre Kiteschirme auf dieser Seite, welche großteils frei von Hindernissen ist.

Tabuba Lagune

Als Alternative zur Lagune Cauipe bietet sich die Lagune Tabuba an. Sie liegt ungefähr 4,5 km upwind von Cumbuco entfernt. Auch ihre Größe richtet sich nach der Niederschlagsmenge während der Regenmonate Januar bis Juni. Dieser Flachwasserspot ist zwar etwas kleiner, aber meist nicht ganz so voll.

Auf der Meer zugewandten Seite befindet sich unter Wasser ein großer Felsen in der Nähe des Strandes. Weitere Felsen mit scharfkantigen Muscheln befinden sich in der Mitte ebenfalls in Strandnähe. Je nach Wasserstand ist durchaus Vorsicht angebracht.

Ebbe & Flut

Bei Ebbe bilden sich kleine Windwellen, welche in etwa eine Höhe von 30 bis 40 cm erreichen. Flachwasserstellen findet man hier im Meer keine. Mit Eintreffen der Flut wird es zunehmen ruppiger. Je höher die Flut, umso mehr Chop. Bei high tide schaukeln sich die Wellen auf über einen Meter hoch und am Strand entsteht ein Shorebreak. Die zwei Süßwasserlagunen sind gezeitenunabhängig.

Gefahren im Wasser

Der Strand in Cumbuco besteht nur aus Sand und ist frei von Felsen oder Korallen. Macht man einen Downwinder zum Wellenspot oder zur Cauipe Lagune, sollte man im Strandbereich Vorsicht walten lassen. Dort findet man an mehreren Stellen Untergrundfels vor.

Downwind Kitesafari

Abgesehen von einem Mini-Downwinder zum Wavespot oder zur Lagune Cauipe starten zahlreiche Downwind Kitesafaris nach Norden in Cumbuco. Der Strand von Pecem ist lediglich 16 Kilometer entfernt. Am östlichen Rand von Pecem befindet sich ein großes künstlich Pier, welches 2,5 km in das Meer hinaus reicht. Hier empfehlen wir vorher an Land zu gehen, unter den zwei Stegen am Strand durchzugehen, um danach den Kite wieder zu starten.

Das Pier aus Beton in Cumbuco
Der schnellste Weg vorbei an den zwei Piers in Cumbuco ist unten durch
2500 Meter lange Piers aus Beton in Cumbuco
Die unansehnlichen Piers am nordwestlichen Ende Cumbucos scheinen kein Ende zu nehmen

Den östlichen Strand von Taiba erreicht man nach gut 22 Kilometern. 8 Kilometer weiter liegt die dazugehörende Lagune namens Taiba Kite Lagoon.

Downwinder ab/bis Cumbuco

Spotüberblick

Cumbuco Ortsbeschreibung

Cumbuco war einer der ersten Kitespots in Brasilien. Kitesurfer aus aller Welt kommen seit 2003 hierher. Noch heute zählt das einstige Fischerdorf zu einem der bekanntesten Kitespots in dieser Region. Im Lauf der Jahre hat sich Cumbuco zu einem Zentrum des Kitesurfens entwickelt. Dementsprechend hat sich der Ort auch verändert. An Kiteschulen mangelt es hier wahrhaft nicht.

Der Ort ist am Strand entlang gewachsen und inzwischen gut 8 Kilometer lang. Die Nähe zu Fortaleza ist Segen und Fluch zugleich. Cumbuco ist Ausgangspunkt zahlreicher Downwinder. Für viele noch immer die erste Station beim Spot-Hopping. Leider aber ist hier die Kriminalität deutlich höher als in anderen Orten. Diebstähle und Autoeinbrüche sind hier keine Seltenheit. Tendenziell sinkt die Kriminalität jedoch, je weiter man sich von Fortaleza entfernt.

Ein weiterer Wermutstropfen ist das Problem mit dem Müll. Die von den Barracas angebotenen Plastikbecher werden umgehend vom Wind verweht und niemand scheint das zu interessieren. Die brasilianischen Gäste als auch ihre Gastgeber zeichnen sich hier nicht gerade aus. Von einem Umweltbewusstsein kann nicht die Rede sein. Plastikbeutel, Plastikflaschen und Becher findet man am Strand als auch im Lee der Lagunen.

Für Selbstverpfleger gibt es etliche Läden, in welchen man günstig einkaufen kann. Es gibt so gut wie alles was das Herz begehrt. Egal ob Lebensmittel, Kleidung, Schuhe oder Kosmetik. Darüber hinaus sind zwei Apotheken im Fall der Fälle vorhanden.

Anfahrt

Die 30 km vom internationalen Flughafen Pinto Martins in Fortaleza schafft man, sofern es der Verkehr zulässt, in 45 Minuten. Kommt man aus dem Norden, dauert die Fahrt von Paracuru nach Cumbuco eine gute Stunde und die Entfernung beträgt 66 Kilometer. Cumbuco ist gut ausgeschildert und daher einfach zu finden.

Unterkünfte & Restaurants

Da der Ort heutzutage eine Touristenhochburg ist, sind die Preise im Allgemeinen höher als anderswo. Das Niveau der Unterkünfte reicht bis zur gehobenen Mittelklasse. Zwar gibt es nach wie vor günstige Unterkünfte in Cumbuco, dort darf man sich aber nicht zu viel erwarten. Unterkünfte und Restaurants findet man zu Genüge. Im Großen und Ganzen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis in Cumbuco in den letzten Jahren etwas aus den Fugen geraten.

Alternativen zum Kitesurfen

Da Cumbuco nicht nur von uns Kitesurfern aufgesucht wird, werden so einige andere Aktivitäten angeboten. So hast du die Möglichkeit, auf einem traditionellen Fischerboot, dem sogenannten Jangada im Meer zu segeln. Reitausflüge am Strand mit einem Guide sind ebenfalls buchbar. Selbstverständlich darf eine Buggy- oder Quad-Tour in die Dünen bei einem derartigen Freizeitangebot nicht fehlen. Außerdem kann man in den Dünen sandboarden, die Wasserrutsche oder Seilrutsche runter flitzen. Bei ausreichend Wasser in der Lagoa Banana ist ein Jet-Ski verfügbar.

Kitespot Cumbuco
Zusammenfassung
Cumbuco ist einer der ältesten und bekanntesten Kitespots in Brasilien. Er bietet einen Wellenspot und zwei benachbarte Flachwasserspots. Aufgrund seiner Bekanntheit und der Nähe zu Fortaleza sind die Lagunen meist sehr voll. Das Preis-Leistungs-Verhältnis lässt insgesamt zu wünschen übrig.
Flachwasser
Welle
Unterkünfte
Restaurants
Familientauglichkeit
Nachtleben
Reader Rating0 Bewertungen
Pro
Kurzer Transfer von Fortaleza
Flachwasser und Welle in der Nähe
Große Auswahl an Unterkünften
Con
Cauipe Lagune meist voll
Preise etwas höher
Müll und Kriminalität
3.1

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Flachwasser
Welle
Unterkünfte
Restaurants
Familientauglichkeit
Nachtleben
Finale Bewertung

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